Das Maß eines Fußes


Essays
Originatitel: Vidden av en fot
Übersetzt von Paul Berf
München: Carl Hanser Verlag, 2008,
368 Seiten mit zahlreichen Abbildungen
ISBN: 3-446-23056-4




Aris Fioretos, Sohn eines griechischen Vaters und einer österreichischen Mutter, geboren und aufgewachsen in Schweden, wohnhaft in Berlin, bringt in seiner Literatur das scheinbar Disparate und Gegensätzliche zusammen. Sein neues Buch ist eine wahre Wunderkammer: Neben anatomischen Feldstudien und einer Exkursion ins Innere des Schädels stehen Kindheitserinnerungen, „Gänsehautelegien“ und eine „Liebeserklärung an Fräulein Uhr“. Ob Fioretos von der Schneiderpuppe seiner Großmutter in Wien erzählt oder über die richtige Geschwindigkeit beim Lesen reflektiert, ob er die Schriftsteller in Hunde und Katzen einteilt, Nabokovs Haus in Rußland besucht oder das erste Niederlagenmuseum der Welt erfindet – immer sind seine Texte listig, lustvoll und – auf der Grenze zwischen Fiktion und Essay balancierend – ein Lesevergnügen auf hohem Niveau.

„Aris Fioretos ist der Prismatiker unter den schwedischen Schriftstellern, die heute von sich reden machen. Sein scharfter Geistesstrahl trifft auf die Glaskörper unserer westlichen Wirklichkeiten und kommt gebrochen in vielerlei Stilformen und Schreibweisen auf der anderen Seite, der Buchseite, wieder heraus – zum stillen Entzücken des Lesers.“ – Durs Grünbein

 

Der Autor:
Aris Fioretos wurde 1960 in Göteborg geboren. Auf Studien in Stockholm, Paris und Yale folgten Wanderjahre. Für seine Übersetzungen – er übertrug u.a. Paul Auster, Hölderlin und Vladimir Nabokov ins Schwedische – wie für seine eigene Literatur hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Zuletzt erschienen auf deutsch die Romane Die Seelensucherin (2000) und Die Wahrheit über Sascha Knisch (2003). Aris Fioretos lebt in Berlin.