Die Vanitasroutinen


Kurzprosa
Originaltitel: Vanitasrutinerna
Stockholm: Norstedts 1998, 101 Seiten
Umschlagbild: Bigert & Bergström



In Die Vanitasroutinen lässt Aris Fioretos Scheintote und Mausetote, Lebensmüde und Lebensuntaugliche in gleichzeitig barocken und minimalistischen Prosastücken zu Wort kommen. Aus Nacht und Legende treten sie hervor, um ihre letzte Nummer zu geben. Sieben Abgänge und ebenso viele zerschlagene Arien: Dies sind Gestalten, für welche die Nichtigkeit konstant und das Sterben zur Routine geworden ist.
      Das Licht, das Fioretos’ Texte auf die Existenz des Menschen werfen, ist ebenso bleich wie das des kranken Nachdenkens. In einer Zeit, in der fast alles gemeistert werden kann außer dem Tod, wagen sie es, ein Lob des Verschwindens zu singen. Der Effekt kann nur komisch sein. Im Galgenhumor sehen die Existenzen dieses Buchs den einzigen mildernden Umstand im Leben.
      Das ist metaphysischer Slapstick, geschrieben für gute Mienen zu einem bösen Spiel.