
In Die Vanitasroutinen lässt Aris Fioretos Scheintote
und Mausetote, Lebensmüde und Lebensuntaugliche in gleichzeitig
barocken und minimalistischen Prosastücken zu Wort kommen.
Aus Nacht und Legende treten sie hervor, um ihre letzte Nummer
zu geben. Sieben Abgänge und ebenso viele zerschlagene Arien:
Dies sind Gestalten, für welche die Nichtigkeit konstant
und das Sterben zur Routine geworden ist.
Das Licht, das Fioretos’ Texte auf die Existenz des Menschen
werfen, ist ebenso bleich wie das des kranken Nachdenkens. In
einer Zeit, in der fast alles gemeistert werden kann außer
dem Tod, wagen sie es, ein Lob des Verschwindens zu singen. Der
Effekt kann nur komisch sein. Im Galgenhumor sehen die Existenzen
dieses Buchs den einzigen mildernden Umstand im Leben.
Das ist metaphysischer Slapstick,
geschrieben für gute Mienen zu einem bösen Spiel.
|
|