
Die zentrale Rolle Paul Celans in der Nachkriegsliteratur ist
unter europäischen Geisteswissenschaftlern allgemein anerkannt,
im anglo-amerikanischen Raum jedoch nur selten angesprochen worden.
In Spur des Worts versucht Aris Fioretos dieses Ungleichgewicht
auszutarieren, in dem er dreizehn Experten im bislang umfangreichsten
englischsprachigen, kritischen Sammelband über Celan zu Wort
kommen lässt.
Der Band beginnt mit der ersten
vollständigen englischen Übersetzung von Jacques Derridas
langem Essay „Schibboleth. Für Paul Celan“. Aufsätze
Otto Pöggelers, Dennis J. Schmidts und Philippe Lacoue-Labarthes
erkunden anschließend die Beziehung von Dichtung und Philosophie
in Celans Werk. Christopher Fynsk, Joel Golb und Werner Hamacher
diskutieren die Wechselbeziehungen zwischen Poesie und Poetik,
und Anders Olsson, Hans-Jost Frey und der Herausgeber Aris Fioretos
untersuchen den speziell „geschriebenen“ Charakter
von Celans Lyrik. Im letzten Teil des Buchs behandeln Aufsätze
von Hans-Jost Frey, Thomas Pepper und Leonard Olschner die Auswirkungen
von Celans Arbeit als Übersetzer.
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