Der feste Buchstab
Studien zum Werk Friedrich Hölderlins


Essays
Originaltitel: The Solid Letter
Herausgeber
Stanford: Stanford University Press 1999,
XV + 512 Seiten
Umschlag: Håkan Rehnberg, Ohne Titel (1998)
ISBN: 0-8047-2942-5 (Leinen); 0-8047-2943-3 (Pappe)


Entstanden im Geiste eines neu erwachten Interesses für das Werk Friedrich Hölderlins (1770-1843), bilden die in Der feste Buchstab versammelten Essays den ersten konsequenten Versuch in englischer Sprache, die vielen Facetten seines Werks zu beleuchten. Nicht nur für Spezialisten gedacht, sondern auch für Leser, deren Interesse moderner Lyrik, Philosophie und Ästhetik gilt, ist der Band breit gefächert und prägnant zugleich und verfolgt das Ziel, die Relevanz Hölderlins für das heutige Denken über Geschichte, Kultur und Sprache geltend zu machen.
      Der feste Buchstab analysiert nicht nur Hölderlins vollendete Werke, sondern beschäftigt sich zudem mit dem prozesshaften Charakter seines Schreibens. Indem die Wechselbeziehungen zwischen unveröffentlichten Varianten, theoretischen und poetischen Texten sowie verschiedenen Konzeptionen zur Unterscheidung zwischen Theorie und Praxis diskutiert werden, bieten die Essays eine Gelegenheit, die Kategorien neu zu bewerten, durch welche die Geisteswissenschaften zurzeit definiert werden.
      Das Buch behandelt die Konsequenzen von Hölderlins Geschichtsbegriff, die Eckpunkte, die durch manche seiner Schlüsselkonzepte gesetzt werden, und die Signifikanz von scheinbar nebensächlichen Materialien und Textsorten, die man normalerweise nicht als zentrale Bestandteile im Oeuvre eines Autors wahrnimmt (wie etwa Übersetzungen und Briefe). Die Essays werden der komplexen Resonanz von Hölderlins Schreibpraxis gerecht, wodurch sie zu unserem Verständnis der politischen und historiographischen Implikationen des Lesens beitragen.