Die Seelensucherin


Roman
Originaltitel: Stockholm noir
Übersetzt von Paul Berf
Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag
2000, 357 Seiten
Umschlag: Groothuis & Consorten (Hamburg)
ISBN: 3-7701-5352-9




An einem Dezembertag im Jahr 1925 beschließt Vera Grund, den Zug von Berlin in Richtung Norden zu nehmen. Ihr Reisegepäck: ein Koffer mit etwas Kleidung, ein Stadtplan von Stockholm und ein paar Adressen. Vera ist auf Entdeckungsreise in ihre Vergangenheit. Eine Tochter will ihren Vater aufsuchen, den unbekannten Mann, über den ihre verstorbene Mutter nie ein böses Wort verloren hat. Drei Tage wird sie in der schwedischen Hauptstadt bleiben. In einem alten Privatpalais blättert zur gleichen Zeit Professor Schaumberg in seinen Akten. Er ist ein in Verruf geratener „Seelenbiologe“, ein fanatischer Wissenschaftler, der eine endgültige Antwort auf die Frage finden will, wo die menschliche Seele ihren Ort hat. Früher war Schaumberg ein gefeiertes Mitglied der Akademien seines Landes und Gründer des mythenumwobenen „Clubs der Gehirne“. Die Schicksale von Vera Grund und Professor Schaumberg sind enger miteinander verwoben, als beide wissen können.
Aris Fioretos’ erster Roman „Die Seelensucherin“ beruht auf historischen Ereignissen und erzählt von einem Wissenschaftsdenken, das nur wenig später in der nationalsozialistischen Rassenbiologie zu grausamer Wirklichkeit wurde.